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Luftkurort Xanten Quo Vadis Xanten?

Begehung der Stadt Xanten
Begehung der Stadt Xanten

Am 25. Januar 2014 besuchte uns ein Vertreter der Stadt Schmallenberg, der zusammen mit Vertretern der Stadt Xanten eine Begehung der Stadt Xanten vornahm. Anschließend stellte sich Herr Hoffe, Stadt Schmallenberg den Fragen des Auditoriums.

Xanten. Läuft alles gut, kann Xanten noch in diesem Quartal Luftkurort werden. Am Donnerstag, 13. Februar, kommt eine Kommission der Bezirksregierung Düsseldorf zur Begutachtung nach Xanten. Von Beate Wyglenda Fällt das Gutachten positiv aus, steht dem Vorhaben nichts mehr im Wege. Auch die Unternehmer der Stadt befürworten das Konzept. So zumindest bei der Diskussionsrunde der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Xanten (MIT) mit dem Titel "Luftkurort Xanten und jetzt? Welche Chancen ergeben sich für Xantener Betriebe?". Eingeladen waren neben den Xantener Gewerbetreibenden auch Gäste aus dem sauerländischen Luftkurort Schmallenberg, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Die Vorbereitungen zum Luftkurort Xanten sind schon lange im Gange. Nun, nach einem positiven Gutachten der Kommission, könnte es plötzlich sehr schnell gehen. Die Stadt zeigt sich zuversichtlich. Mit Mittwoch, 2. April, ist das Datum zur Beratung der Kursatzung im Rat bereits festgelegt. Xanten wäre dann die erste Stadt überhaupt, die im Regierungsbezirk Düsseldorf als Luftkurort anerkannt wäre. Doch welche Veränderungen, gar Vorteile ergeben sich aus dieser Anerkennung für die Betriebe in Xanten? Hermann Josef Hoffe, Kommunikations- und Marketingberater aus Schmallenberg, konnte zahlreiche Vorteile auflisten. So sei das Aushängeschild Luftkurort Anziehungskriterium für zahlreiche Gäste. Die Betriebe der kleinen Stadt machten so rund 50 Prozent ihres Umsatzes mit Touristen. Darüber hinaus konnten dank der verstärkten Frequentierung Einrichtungen erbaut werden, die sonst nicht möglich wären und die auch den Bürgern zu Gute kommen. "Wir konnten zum Beispiel ein neues Schwimmbad errichten, das auch von den Schülern zum Schwimmunterricht genutzt wird. In den letzten 30 Jahren sind viele Dinge entstanden, die ohne den Tourismus nicht gekommen wären", erzählte Hoffe. Nicht zuletzt, weil neue Investoren und Fachleute mit dem Argument angelockt wurden, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen, ergänzte er. Wichtig sei es allerdings, so betonte Hoffe, sich ein Image aufzubauen. "Wir legen viel Wert darauf, als edlerer Touristenort zu gelten, der einen medizinischen Schwerpunkt hat. So gibt es neben Wander- und Radwegen auch Raucherentwöhnungskuren und Angebote für Allergiker. Winterberg wiederum setzt voll auf Wintersport", erklärte er. Xanten hätte in diesem Punkt viel zu bieten, sagte Hoffe: "Hier gibt es viele Schwerpunkte: den Archäologischen Park, den historischen Stadtkern oder die guten Rad- und Wanderwege." Ebenso entscheidend sei es auch, dass alle vom Tourismus betroffenen Parteien zusammenarbeiten und ein Netzwerk der Angebote entsteht. Die Xantener Unternehmer bejahten das Vorhaben Luftkurort, wollen sich bei der Gestaltung aber mit einbringen. Bürgermeister Christian Strunk begrüßte das Interesse: "Wir können als Stadt nur die Rahmenbedingungen bilden, die Ideen und das Potenzial liegt bei Ihnen", sagte er. Bedenken, durch die Anerkennung mit Einschränkungen oder verschärften Emissionsvorschriften gestraft zu werden, räumten die Verantwortlichen aus.


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