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MIT Xanten beantragt Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung

Gütezeichen
Gütezeichen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Thomas Görtz, die MIT-Xanten beantragt, die Verwaltung der Stadt Xanten damit zu beauftragen, das RAL Gütezeichen zur „Mittelstandsorientierten Kommunalverwaltung“ einzuführen.

Begründung: Zwischen 2001 und 2004 lief das Modellprojekt Mittelstandsfreundliche Verwaltung. Gefördert wurde es durch das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Beteiligt waren zwölf Kommunen und Kreise aus NRW unterschiedlicher Größe und Wirtschaftsstruktur: Bochum, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hückeswagen, Münster, Remscheid sowie die Kreise Herford, Neuss und Recklinghausen. Es entstanden Projekte mit dem Fokus auf Organisationsveränderungen in der Verwaltung oder neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen Behörden. Projekte, die aus Unternehmersicht kurzfristig zu großen Wirkungen geführt haben und wieder andere Projekte, die mit Selbstverpflichtungen zu nachhaltigem Veränderungsdruck verbunden sind. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Kommunen wollten ihre Dienstleistungen stärker auf kleine und mittlere Unternehmen zuschneiden. Die Modellkommunen haben im Rahmen des Modellprojektes neue Instrumente eines mittelstandsorientierten Verwaltungshandelns entwickelt und in der Praxis erprobt. Vorgeschichte Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Modellprojekt sollen die Ergebnisse kommuniziert und Kommunen zur Nachahmung angeregt werden. Die mittelstandsfreundliche Verwaltung soll zu einem Standard weiterentwickelt werden. Voraussetzung hierfür sind allerdings allgemeingültige Kriterien, mit denen die Unternehmen die Angebote der Kommunen bewerten und vergleichen können. Die Kommunen selber könnten dann ihre Serviceleistungen für Unternehmen als Standortwerbung einsetzen. Diese Überlegungen haben dazu geführt, das Gütezeichen „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ zu entwickeln. Was bringt das Gütezeichen? Das Gütezeichen dokumentiert die Ernsthaftigkeit, mit der die Kommune den Standortfaktor "Wirtschaftsfreundliches Verwaltungshandeln" verbessern möchte. Mit dem Gütezeichen wird innerhalb der Verwaltung ein Prozess zur wirkungsorientierten Messung des Verwaltungshandelns implementiert. Verwaltungsleistungen insbesondere in Form der Bearbeitungszeiten müssen kontinuierlich gemessen und größtenteils verbessert werden, um die extern vorgegebenen Zielmarken zu erreichen. Mit der Einbeziehung der Kundensicht durch die Unternehmensbefragung kann ein konstruktiver Dialog mit den mittelständischen Unternehmen zur Leistungsfähigkeit der Kommunalverwaltung aufgebaut werden. Die politische Diskussion um den notwendigen Bürokratieabbau vernachlässigt oftmals die alltäglichen Leistungen, die beispielsweise eine Kommunalverwaltung erbringt. Mit dem Gütezeichen wird in der öffentlichen Diskussion und insbesondere im Dialog mit den ansässigen Unternehmen verdeutlicht, welche Dienstleistungen in welcher Qualität die Verwaltung zugunsten von Unternehmen erbringt. Wenn sich das Gütezeichen als Marke etabliert hat, wird es bei Ansiedlungsentscheidungen der Unternehmen ein gutes Argument sein, das für die zertifizierte Kommune spricht.

 

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